Bedarfsanalyse

Im Zeitraum November 2017 bis Januar 2018 führten wir qualitative telefonische Befragungen zu den WTT-Weiterbildungsbedarfen an deutschen Wissenschaftseinrichtungen und forschungsnahen Transfergesellschaften durch. Der Abgleich mit bereits bestehenden Aus- und Weiterbildungsangeboten im WTT ergab, dass bis dato kein umfassendes, gleichzeitig niedrigschwelliges Befähigungsinstrument für Transfermanager*innen auf dem deutschsprachigen Markt zur Verfügung steht.

Ausführung und Methode

Im ersten Arbeitspaket von BePerfekt wurde im Zeitraum November 2017 bis Januar 2018 untersucht, wie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie forschungsnahe Transfergesellschaften derzeit vorgehen, um leistungsfähige Transferteams für ihre Transferstrukturen aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wurden die bestehenden Weiterbildungsbedarfe abgefragt und mit dem aktuell verfügbaren Weiterbildungsangebot abgeglichen.

Wir führten 93 leitfadengestützte Interviews in insgesamt 77 deutschen Wissenschaftseinrichtungen und Transfergesellschaften durch. Im Wesentlichen waren Transferverantwortliche der jeweiligen wissenschaftlichen Einrichtungen, aber auch Hochschulmanager*innen und punktuell verwertungsaffine Wissenschaftler*innen die Gesprächspartner*innen.

Vor dem Hintergrund, kleine und mittelständische Unternehmen als sekundäre Zielgruppe aufzunehmen und den Austausch von Forschung und Wirtschaft zu intensivieren, wurde die Analyse um die Abfrage der Bedarfe der Zielgruppe Geschäftsführer*innen und Innovationsmanager*innen in innovationsorientierten Unternehmen erweitert.

 

Das Instrument

Bedarfsanalyse

Folgende Erkenntnisse sind von zentraler Bedeutung:

  1. Die zunehmende Professionalisierung des WTT erhöht die Anforderungen und steigert den Weiterbildungsbedarf.
  2. Strukturelle, aber auch persönliche Faktoren beeinflussen die Nachfrage nach Weiterbildungen in Wissenschaftseinrichtungen.
  3. Universitäten und Fachhochschulen haben durch die Förderinitiative Innovative Hochschule und aktuelle Strukturbildungsmaßnahmen einen hohen Weiterbildungsbedarf.
  4. Die Befragten vermissen den einen Ort für WTT-Weiterbildung und wünschen spezifische, konkrete Inhalte.
  5. Drei mögliche Zielgruppen in den Wissenschaftseinrichtungen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Bedarfsmustern wurden identifiziert:
    1. WTT-Manager*innen als primäre Zielgruppe mit unterschiedlich gelagerten Bedarfen je nach persönlicher Erfahrung und Arbeitsumfeld,
    2. Wissenschaftler*innen mit unterschiedlich stark ausgeprägter Verwertungsaffinität, hohem Bedarf, aber vermutlich eher wenig Interesse, sofern der eigenen avisierten Karriere nicht zuträglich,
    3. die Leitungsebene von Wissenschaftseinrichtungen mit Bedarf insbesondere hinsichtlich strategischer Fragestellungen und Strukturanpassungen, aber eher begrenzten zeitlichen Kapazitäten.
Die in adäquater Form aufbereiteten Erkenntnisse aus den durchgeführten Befragungen und deren Analysen ist Orientierungspunkt für die weiteren Schritte in BePerfekt.

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