Projektziele

Bildquelle: pexels.com

Im Rahmen von BePerfekt wird für den komplexen Prozess des Wissens- und Technologietransfers (WTT) ein umfassendes Instrument entwickelt, dessen Alltagstauglichkeit in einer pilothaften Testphase erprobt und dessen Akzeptanz in Feedbackschleifen evaluiert und validiert wird. Ziel ist es, das ausgereifte Instrument an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie forschungsnahen Transfergesellschaften nachhaltig zum Einsatz zu bringen.

Dieses Instrument soll Hilfestellung bei folgenden Teilaspekten geben:

  • Erstellung und Etablierung einer tragfähigen Transferstrategie, um vorhandene Transferpotenziale zielgerichteter erschließen und nutzen zu können
  • Entwicklung eines Bedarfsprofils im Hinblick auf Erfahrungen und benötigte Kompetenzen der im Transferbereich handelnden Personen, auf dessen Grundlage Transfermanager*innen befähigt und Transferteams auf- oder ausgebaut werden können
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung der Fertigkeiten von Transfermanager*innen durch geeignete Qualifizierungsmaßnahmen und systematische Schließung vorhandener Kompetenzlücken
  • Stärkung der Vernetzung innerhalb der WTT-Community und mit relevanten Stakeholdern aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
  • Aktive Vermarktung des Instruments innerhalb der Forschungs- und Transferlandschaft durch die Erstellung eines nachhaltigen Geschäftsmodells, das das Angebot wirtschaftlich tragfähig macht und es schrittweise ausbaut

 

 

 

Zur Zielerreichung sind fünf Arbeitspakete konzipiert:

Arbeitspaket 1: Schaffung der Grundlagen in der WTT-Weiterbildung: SOLL-IST-Analyse für Transfermanager*innen und -Teams, Untersuchung internationaler Best Practice-Beispiele sowie Bedarfsanalyse von Innovationsmanager*innen

Im ersten Analyseschritt wird untersucht, wie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, im Transferbereich aktive Hochschulen und forschungsnahe Transfergesellschaften derzeit vorgehen, um leistungsfähige Transferteams für ihre Transferstrukturen aufzubauen bzw. kontinuierlich weiterzuentwickeln (IST-Analyse). Gleichzeitig werden die bestehenden Weiterbildungsbedarfe (SOLL) erhoben und mit dem IST-Zustand abgeglichen. Die Ergebnisse werden um eine Analyse von Best Practice-Beispielen im europäischen und außereuropäischen Ausland sowie eine Analyse der Bedarfe der Zielgruppe Geschäftsführer*innen und Innovationsmanager*innen in innovationsorientierten Unternehmen (v.a. kleine und mittlere Unternehmen (KMU)) ergänzt.[1]

Die Erkenntnisse aus den durchgeführten Erhebungen und Analysen werden in adäquater Form für das Arbeitspaket 2 aufbereitet und fließen in die Konzeption des Instruments ein.

[1] Sollte es sich als bedarfsgerecht und praktikabel herausstellen, dass Transfermanager*innen gemeinsam mit Innovationsmanager*innen aus Unternehmen an Qualifizierungs- bzw. Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen, so könnte dies eine Chance zur Vernetzung dieser beiden Welten darstellen.

Arbeitspaket 2: Erarbeitung eines detaillierten und praxisnahen Konzepts für das Instrument zur Befähigung von Transfermanager*innen und -Teams

In Arbeitspaket 2 wird eine erste Konzeption für ein gleichermaßen bedarfsgerechtes, umfassendes sowie praxistaugliches Instrument zur Befähigung von Personen und Teams in Transferstrukturen erarbeitet.

Das Instrument soll im Ergebnis Empfehlungen zur Erarbeitung strategischer Transferziele von Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Besonderheiten im Hinblick auf verschiedene Zielgruppen und inhaltliche Schwerpunkte, Kooperationsmöglichkeiten und Vernetzung sowie Finanzierungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Befähigung von Transferverantwortlichen beinhalten. Darüber hinaus sollen praktische Handlungsempfehlungen für die Ermittlung der bestehenden und benötigten Fertigkeiten und Kompetenzen in Form unterschiedlicher Lernformate bereitgestellt werden.

Arbeitspaket 3: Validierung des Instruments

Das Instrument aus Arbeitspaket 2 wird in einem nächsten Schritt iterativ validiert. Die Evaluierung soll in persönlichen Gesprächen und Workshops mit Vertreter*innen der Ministerien, des Projektträgers, einschlägiger Arbeitskreise (z.B. AK Wissenstransfer der Leibniz-Gemeinschaft, TechnologieAllianz, Transferstellen der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren) sowie mit den Verantwortlichen aus den Geschäftsstellen bzw. Organisationseinheiten der vier Forschungsorganisationen (Leibniz-Gemeinschaft, Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft) und Vertreter*innen der Hochschulen erfolgen. Sich hieraus ergebende notwendige Änderungen oder Anpassungen fließen in die Überarbeitung des Instruments ein.

Arbeitspaket 4: Pilothafte Umsetzung einzelner Module des Instruments

Das Instrument (entwickelt in Arbeitspaket 2, validiert in Arbeitspaket 3) beinhaltet nicht nur Methoden zur Identifizierung von bestehenden Kompetenzlücken bei Transferverantwortlichen in Forschungseinrichtungen, sondern stellt darüber hinaus ein stetig wachsendes Unterstützungsangebot zur Schließung dieser Kompetenzlücken bereit. So sollen im Rahmen von BePerfekt erste Methoden bzw. erste in sich abgeschlossene Weiterbildungseinheiten erarbeitet, realisiert und validiert werden. Die Verbundpartner planen, fünf Module unterschiedlicher Komplexität pilothaft umzusetzen. Diese sollen sich zum einen durch den für die Teilnehmer*innen aufzubringenden Zeitaufwand unterscheiden, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich entsprechende Kursmodule berufsbegleitend in das Tagesgeschäft der Teilnehmer*innen integrieren lassen. Sie sollen auf der anderen Seite aber auch im Hinblick auf das Anspruchsniveau der vermittelten Inhalte und Methoden variieren. So sind Module geplant, die für Einsteiger*innen gedacht sind, aber auch solche, die das Wissen von erfahreneren Transfermanager*innen gezielt vertiefen und neue Trends behandeln.

Im Hinblick auf spezifische Maßnahmen zur Qualifizierung bzw. Weiterbildung einzelner Transfermanager*innen soll im Rahmen dieses Vorhabens auch das Format des integrierten Lernens (Blended Learning) erprobt werden, d.h. eine geschickte Verknüpfung herkömmlicher Präsenzveranstaltungen mit elektronischen Lernformen (beispielsweise E-Learning-Module oder Webinare). Die in der pilothaften Umsetzung gemachte Praxiserfahrung fließt in die weitere Verfeinerung des Instruments inklusive seiner verschiedenen Elemente (Iteration mit Arbeitspaket 3) ein.

Arbeitspaket 5: Entwicklung eines tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodells

Unter Berücksichtigung der Projektergebnisse und der potenziellen Fortführungsoptionen wird im Arbeitspaket 5 ein tragfähiges Geschäftsmodell für das Unterstützungsangebot zur Befähigung von Personen und Teams in Transferstrukturen entwickelt. Die Ausgestaltung des Geschäftsmodells soll helfen, die erarbeiteten Ergebnisse mittelfristig in eine bereits bestehende oder auch neu zu etablierende Organisationsstruktur überführen zu können, um der Zielgruppe auch über die Projektphase hinaus ein marktgängiges Unterstützungsangebot zu unterbreiten.

 

Bleiben Sie mit unserem Newsletter informiert.

Zur Werkzeugleiste springen